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Lust auf Obst® - Exotischer Genuss ohne Klimabelastung

von Siegfried Tatschl
bereits erschienen in der "Zeitung Region Wagram"

555 Obstsorten für den Permakulturgarten und -balkon

Inzwischen ist das Buch "555 Obstsorten für den Permakulturgarten und -balkon" erschienen!
Bericht über das Buch + "Essbare Ölweiden"

° Mein Garten - Der Garten von Sigi Tatschl

° Sigi Tatschl ist auch der Errichter des Alchemistenparks in Kirchberg am Wagram



° Dessertbananen

° Schwarze Himbeere

° Weingartenpfirsich (Prunus persica)

° Berberitze, Sauerdorn (Berberis vulgaris)

° Jujube (Ziziphus jujuba, syn. Ziziphus zizyphus)

° Westlicher Erdbeerbaum (Arbutus unedo)

° Allackerbeere (Rubus arcticus)

° Amerikanischer Angelikabaum, Amerikanische Narde (Aralia racemosa)

° Gelbhornstrauch (Xanthoceras sorbifolium)

° Susine/Japanische Pfl aume (Prunus salicina var. salicina)

° Kaki – Asiatische Kaki – Persimmone (Diospyros kaki)

° Schwarze Maulbeere (Morus nigra)

Weingartenpfirsich (Prunus persica)

Der Pfirsich ist ein Steinobst und gehört zur Gattung Prunus und zur Familie der Rosengehölze. Er stammt ursprünglich aus China und kam über Persien, Griechenland und Rom nach Mitteleuropa. Die großen rosaroten Blüten erscheinen zwischen März und April. Die schmalen, etwa 6-12 cm langen, mittelgrünen Blätter entwickeln sich erst später. Die mit samtigem Flaum bedeckten, fleischigen Früchte reifen je nach Sorte von Mitte Juli bis September. Die Früchte sind etwa 5 bis 10 cm groß und rundlich oder oval geformt. Der Kern ist gefurcht und etwa 1,5 bis 2,5 cm groß. Er enthält einen stark blausäurehältigen Samen der giftig ist.

Weingarten-Pfirsiche sind deutlich aromatischer als die meisten bekannten Sorten der Pfirsiche. Sie werden aus Samen gezogen und sind unempfindlicher gegen Krankheiten und Schädlinge als Zuchtsorten. Das weiße, rote oder gelbe Fruchtfleisch ist in reifem Zustand süß, saftig, schmelzend. Eine besondere Variante ist der Platt-Pfirsich (Prunus persica var. platycarpa).

Pfirsiche werden meist als einjährige Veredelungen gepflanzt. Sie benötigen genügend feuchte, nährstoffreiche Böden und sonnig warme und geschützte Lagen. Sie sind anfällig für Spätfröste. Ein regelmäßiges Mulchen der ganzjährig offenen Baumscheibe ist vorteilhaft. Gedüngt werden soll mit reifem Kompost. Auf zu viel Kalk im Boden reagiert der Pfirsichbaum mit Chlorose. Die Blätter färben sich dann gelb. Pfirsichbäume werden je nach Unterlage zwischen 3 und 5 m hoch und tragen bereits 2- 3 Jahre nach der Pflanzung. Pfirsiche sind meistens selbstfruchtbar. Die Früchte wachsen nur an den im Vorjahr entstandenen Trieben. Schnittmaßnahmen erfolgen erst kurz vor, während oder nach der Blüte. Starke Rückschnitte werden gut vertragen und sind für die Ausbildung kräftiger Fruchttriebe auch erforderlich. Empfohlen wird der Aufbau einer Hohlkrone, die aus 4 Leitästen besteht und keinen Mitteltrieb aufweist. Die Hohlkrone gewährleistet eine gute Besonnung der Früchte und rasches Abtrocknen des Laubes. Dichte Kronen, die schlecht belüftet sind, erhöhen die Anfälligkeit für die Kräuselkrankheit.

Die Kräuselkrankheit (Taphrina performans) ist eine Pilzkrankheit bei der sich die Blätter aufwölben und eine gekräuselte Form erhalten. Nur eine chemische Behandlung mit Kupfersulfat, das vor der Knospenschwellung im Jänner oder Februar gespritzt wird hilft. Pfirsichbäume sind auch gut als Spalier an Südwänden zu erziehen. Dazu wird ein lockeres Fächerspalier aufgebaut. Pfirsiche werden meist roh verzehrt, zu Kompott oder Marmelade verarbeitet oder zu Spirituosen gebrannt.

Die Sorte „Kernechter vom Vorgebirge“ reift auch an ungünstigen Standorten und ist gut geeignet für Kompott. „Red Heaven“ ist die weltweit wichtigste gelbfleischige Pfirsichsorte. Der „Kamptaler Weingartenpfirsich“ ist eine aromatische Auslese.
5.11.2007

Berberitze, Sauerdorn (Berberis vulgaris)

Die Berberitze, auch Sauerdorn genannt, kommt in Europa, Nordamerika und Westasien vor. Sie wächst als dorniger Strauch mit vielen Schösslingen und wird bis 3m hoch. Man findet sie in lichten Eichen- und Kiefernwäldern, am Wegrand oder in sonnigen Hecken. Der Sauerdorn ist kalkliebend und wächst auch auf armen Böden Die gelben, stark riechenden Blüten hängen in Trauben von Mai bis Juni an den Ruten und sind eine gute Bienenweide.

Die Pflanzen gedeihen problemlos. Sie sind gut schnittverträglich. Bei zu dichtem Wuchs werden ganze Ruten bodennah entfernt. Die Blätter haben eine schöne Herbstfärbung. Der gelbe Bast des Holzes und der Wurzeln eignet sich zum Färben. Die Beeren werden schon lange als Wildobst verwendet. Alle anderen Pflanzenteile enthalten leicht giftige Alkaloide.

Die Berberitze sollte nicht in Getreideanbaugebieten gepflanzt werden, da sie der Zwischenwirt eines Pilzes, des Getreide-Schwarzrostes, ist. Die roten länglichen Früchte sind etwa 1 cm lang. Sie hängen in Trauben an den Ruten, schmecken säuerlich und sind reich an Fruchtsäuren und Vitamin C. Die Ernte erfolgt von Mitte August bis Mitte September. Aus dem Saft der frischen Früchte wird ein Erfrischungsgetränk bereitet. Mit Gelierzucker kann der frische Saft zu Dicksaft oder Gelee weiterverarbeitet werden. Für die Marmeladenbereitung wird die frische Frucht mit etwas Wasser gekocht und durch ein Sieb gestrichen. Die Trockenfrüchte finden Verwendung in Früchtetees. In Reis oder Sauerkraut werden sie als Gewürz mitgekocht.

Bereits im 16. Jh. gab es verschiedene Sorten. Die Sorte „dulcis“ hatte weniger Säure, die Sorte „apirena“ oder „asperma“ war kernlos. Eine kernlose Sorte wird in Persien als Wirtschaftsobst angebaut. Von der Koreanischen Berberitze (Berberis koreana) wurden die Sorten „Azisa“ und „Rubin“ ausgelesen. „Azisa“ ist reich tragend und liefert viel Saft.
3.10.2008

Jujube (Ziziphus jujuba, syn. Ziziphus zizyphus)

Die Jujube, auch Chinesische Dattel genannt, gehört zur Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae). Sie wächst als Strauch mit biegsamen dornigen Zweigen. In warmen Gegenden wird die Jujube als Baum mit strauchförmigem Wuchs bis zu 10m hoch. Das Holz ist sehr hart. Die Blätter sind länglich oval, leicht eingekerbt und wechselständig an den Zweigen angeordnet. Sie erscheinen im Frühjahr und sind glänzend hellgrün. Die kleinen gelben Blüten erscheinen von Mai bis Juni in den Blattachseln. Aus ihnen entstehen die braunen, braunroten und je nach Sorte auch schwarzen Früchte. Diese sind olivengroß, dattelförmig und enthalten einen länglichen Samen. Das Fruchtfleisch ist süß und aromatisch mit einem Geschmack nach Karamell. Die Früchte werden frisch mit der Schale gegessen. Auch die Trocknung der Früchte ist von Bedeutung. Die Trokkenfrüchte sind mehlig, süß und wegen der enthaltenen Kohlenhydrate sehr nahrhaft. Sie enthalten reichlich Kalzium, Phosphor und Eisen. Sie können in Eintöpfen, als Füllung für Teigtaschen oder zu Dessert verarbeitet werden.

In der Chinesischen Medizin werden die Jujuben als Sirup oder als Trockenfrüchte gegen Erkältungen eingesetzt. Ursprünglich kommt die Jujube aus Nordchina. Heute wird sie in Ostasien, im gesamten Mittelmeerraum, Indien, Afghanistan, dem Süden der USA, sowie in einigen afrikanischen und südamerikanischen Ländern angebaut. In Slowenien und Kroatien wird der Baum Žižula genannt.

Jujuben sind robust und pflegeleicht. Manchmal kann ein Einkürzen der Zweige notwendig sein. Der Strauch ist nur im Weinbaumklima bei passendem Mikroklima einigermaßen winterhart. Verschiedentlich wird die Frosthärte mit bis zu -208 angegeben. In anderen Gegenden benötigen vor allem junge Pflanzen massiven Winterschutz. Die Kübelkultur ist gut möglich. Nach dem Blattfall im Spätherbst ist die Überwinterung in einem kühlen, auch dunklen Raum problemlos möglich.


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