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Bedingungsloses SCHENKEN


give away

Das Schenken bei

° GIVE-away-FESTen

° in Wien (Umgebung)
läuft seit etwa 3 Jahren.

Andere Initiativen, wie Kost Nix Läden, Bücherkästen, spontane Schenkfeste gibt es, sie sind aber in der öffentlichen Wahrnehmung wenig präsent.

° Auf Radio Orange 94,0 gab es am 16.1.2015 eine diesbezügliche Sendung
Herby Loitsch redet in der Sendung anfänglich über andere Themen. Erst nach 13,5 min. geht es um "bedingungsloses Schenken".


Herz verschenken


Aufruf

Um hier mehr Wahrnehmung des

° bedingungslosen Schenkens" / Reinhard Urban zu bewirken gab es in der Permakulturzeitung „Permakultur-Austria-Magazin“ einen Schwerpunkt zu diesem Thema.

Aufruf von Reinhard Urban (GIVE AWAY - FESTE) im September 2014

° FOLDER: GIVE AWAY - FESTE


Mausefalle


Es wird ein vielfältiger Schwerpunkt

Es würde mich sehr freuen, wenn Du mit ein paar Zeilen, oder einem Artikel, beiträgst. Wünsche, Träume, Gesellschaftskritik, Erwartungen, Erfahrungen, Politisches, Geschichtliches, Soziologisches, Ethnologisches...........alles hat zu diesem Thema Platz, wenn es Deine Meinung ausdrückt. Es wird ein vielfältiger Schwerpunkt und ich freue mich heute schon darauf.

Im voraus herzlichen Dank für Deine Mitwirkung
mit den besten Grüßen
Reinhard Urban


Pakete

Diese Artikel sind eingetroffen

- in alphabetischer Reihenfolge der Autoren:


° Schenken, die schönste Sache der Welt / Jutta Bisas-Bellak

° Schenken und geistiges Eigentum / Karin Eitel

° Ein kurzes Interview / Jutta, Mario van Gils und Kids

° Ich schenke also bin ich / Robert Glattau

° Über die BEDINGUNGEN des bedingungslosen Schenkens / Irene Hausleitner

° Schenkökonomie: das natürliche Prinzip des Wirtschaftens / Thomas Herzig

° Give Away – der bessere Flohmarkt! / Karin Kurzmann

° Schenken - eine Frage der Reziprozität?/ Renate Hübner

° Ideen verschenken / Nicole Lieger

° Praxistipps: verschenken statt wegwerfen / Nicole Lieger

° Das Geschenk / Norbert Mayerhofer

° Freude wieder entdecken / Norbert Mayerhofer

° Vom Schenken / Alfred Morhammer

° Bedingungslos, Bedingungsloß? - Über die Schwierigkeiten in eine Schenkökonomie einzutreten / Franz Nahrada

° Auf dem Weg in eine Schenkwirtschaft / Carl Polónyi

° Von gewünschten und überraschenden Geschenken / Carl Polónyi

° Zur Webseite von Carl Polónyi

° Schenken und Bewusstsein / Cornelius Putz

° Mir sind Geschenke meistens sehr lästig / Regina Riss

° Was ist die Geschenksökonomie (nicht) / Patrick Siebert

° Geschenkökonomie-utopisch / Walter Siebert


Nachlese

Die Teilnehmer wurden gegen Ende des Disskussionsabends (26.Jänner 2015) zum Thema "bedingungsloses Schenken" aufgefordert ihre Eindrücke, Reflexion, Erinnerung, Wünsche,....kundzutun:

Mag. Richard Hübner:
Die Diskussion lief entlang der Spannungsbögen Tauschen und Schenken, deren Abgrenzung beginnend von Bibelzitaten:
Nehmen und Geben, viel Selbstbezug: „Wer gibt dem wird gegeben“ bis hin zu Bezügen auf „kosmische“ Gesetze.
Den einzelne Mensch in den Mittelpunkt der Transaktion „Schenken“ zu stellen, heisst die Beziehung der Beteiligten selbst zu betrachten. Was bewegt die Menschen dabei, welche Emotionen begleiten sie dabei, welche Schieflagen können entstehen, welche Bilder im Kopf bringen Schenker und Beschenkte möglicherweise mit. Mit Scham und Freude wurden 2 der handlungswirksamsten Emotionen in den Mittelpunkt gestellt.
Die Hypothese ist:
wenn wir einen Raum schaffen können in dem sich der Beschenkte nicht beschämt wird bzw. Raum geschaffen wird in dem die Scham des Beschenkten nicht gefördert wird und es zugleich einen Raum gibt in dem die Freude des Schenkers Platz findet steht einem sinnvollem Schenkprozess nichts im weg. Ja, um eine Abgrenzung zum Tauschen zu versuchen: Sobald die Beziehung, das Interesse am beteiligten Menschen eine wesentliche Rolle für den Erfolg der Transaktion spielt, kann man es SCHENKEN nennen.

Carina Pichler:
Ich möchte auf die Initiativen wie die Schenke, den Kostnixladen, etc. hinweisen!
PS: ich fände es gut, das mindfulness projekt
in die link liste aufzunehmen. es ist wirklich ein tolles projekt, mit tollen menschen und die sind in sachen permakultur 'vorreiter' in thailand, auch super vernetzt mit anderen entstehenden initiativen und sie machen recht viel um menschen einen nachhaltigen lebensstil näher zu bringen.

° sie würden es auch toll finden, verlinkt zu sein

Berta Kainz:
Angeregt durch die Inputs von Nicole Lieger und Thomas Herzig sowie Christoph Nagl in unserer Diskussionsrunde ist in mir folgender Aspekt aufgeflammt: Beim gegenseitigen Schenken und Beschenkt-Werden können wir unsere Verbundenheit teilen und feiern. Wenn ich z.B. eine Eltern-Beratung schenke, so freue ich mich über das Vertrauen und die Verbindung mit der Mutter, die sich an mich wendet und bei mir Zuspruch, Bestätigung und Hinweise auf evtl. Verhaltensänderungen erhalten kann. Schenken und Beschenkt-Werden ist für mich ein freudvolles Miteinander-Teilen und Sich-Verbunden-Fühlen. Es ist wie beim Sex: Nur, wenn beide beim Geben und Nehmen Verbundenheit fühlen, ist es eine wunderbare, gelungene Sache : ) ! Da braucht es kein Geld – im Gegenteil: Geld stört dieses Gefühl der Verbundenheit. So sehe ich Schenkökonomie. Nicole Lieger hat viele Beispiele dafür aufgezählt, wo wir Schenkökonomie leben (Nach dem Weg Fragenden Auskunft erteilen, Couch-Surfing, Share&Care-Facebook-Plattform, … ) Ich habe mich gefreut, die Autoren des gleichnamigen Buches mit dem Untertitel – Anleitung für eine geldlose Welt – Patrick Siebert, Thomas Herzig und Walter Herzig bei dieser Diskussionsrunde persönlich kennen zu lernen und ich erhielt ein Buch-Exemplar über Schenkökonomie von ihnen geschenkt. Danke dafür! Angeregt legten die Teilnehmer unserer Diskussionsrunde ihre An- und Einsichten zum Thema Schenken dar – Danke allen, die dabei waren! Ich bin sehr froh, dass Reinhard Urban so aktiv ist und so viele Aktionen zusammen mit anderen gestaltet, um dem Bedürfnis so vieler Menschen nach Verbundenheit und freudvollem Kontakt beim Befriedigen ihrer Bedürfnisse nachzukommen! Danke Reinhard! Die Give-Away-Feste, die Reinhard zusammen mit den verschiedensten Initiativen auf die Beine stellt, sind wirklich eine wunderbare Sache! Und auch unsere Ressourcenpool-Gemeinschaft findet regen Anklang und wächst!

Walter Siebert:
Einen positiven Eindruck habe ich sofort mitgenommen: Schenken ist mehr als nur eine neoliberale Nebenwirkung des Weihnachtsfests: Es ist eine Bewegung, die von einer bemerkenswerten Anzahl von Vertretern enthusiastisch und mit viel Freude vertreten wird.
Ein paar Dinge sind aber auch deutlich geworden:
Ein altbekanntes Problem: Die Abgrenzung zum Tausch. Obwohl es gebetsmühlenartig widerholt wird: Immer wieder wird von Schenken gesprochen, obwohl eine Gegenleistung erwartet wird. Deswegen wird gerne das Adjektiv „bedingungslos“ in den Beipackzettel geschrieben und damit bin ich beim
zweiten Auslöser für Verwirrungen: Was bedeutet „bedingungslos“? Hier treten die Philosophen auf die Bühne („bedingungslos kann es gar nicht geben“), das hilft aber nicht weiter. Der Ausweg, es durch „erwartungsfrei“ zu ersetzen führt auch in die Sackgasse.
Zu diesen beiden Verwirrungen habe ich keine Lösung, außer: Aufklärung und Dialog. Schenken ist nicht so eindimensional, wie es den Anschein haben mag. Ich fange an mit „Schenken, ohne dass ich etwas erwarte/erhoffe/ über „hoffen, vertrauen, ja sogar erwarten, dass etwas zurückkommt“ bis hin zur „direkten Gegenleistung in Form von Freude“.
Was ist aber, wenn das Universum doch nicht fair ist, was ist, wenn sich der Beschenkte nicht so verhält, dass mir die Freude zuteil wird, die ich erwarte?
Bei Geschenkbörsen gibt es Verhaltensweisen, die manchen das Schenken verleiden können: Profis melden sich, nehmen mit, raffen zusammen, was sie kriegen können, verkaufen das wertvolle, schmeißen das als wertlos eingeschätzte weg … ist das im Sinne des Schenkens? Wenn ich das versuche auszuschließen, ist es nicht mehr bedingungslos.
Ein grundsätzliches Problem sehe ich, und ich habe keine Lösung. Jedes Geschenk killt einen Beruf: Wenn ich Informationen schenke, dann verdient der, der diese Informationen verkauft, nichts.
Wenn ich Gegenstände verschenke anstatt sie wegzuwerfen, ist das gut für unseren Planeten, schlecht für den Produzenten.
Ist das mein Problem, wenn ich schenke? Nach meiner persönlichen Ethik schon. Wenn ich anderen schade, dann betrifft mich das sehr wohl.
Hier bin ich aber optimistisch: Wir Menschen werden uns etwas einfallen lassen, um die Arbeitslosigkeit ihres Stigmas zu erleichtern.
Wo ich skeptisch bin: Vergleiche mit der Natur zu ziehen. „In der Natur haben wir das Prinzip des Schenkens“. Wir haben möglicherweise mehr Raubtiere, Nesträuber, Schmarotzer, als „großzügige Schenker“ in der Natur. Als Menschen hätten wir den Vorteil, vielleicht sogar die Verpflichtung, unsere Emotionen, unsere Gier, unseren Neid zu kontrollieren.
Optimistisch stimmt mich, dass ich es selbst geschafft zu haben, aus dem Streben nach Macht, Status und Geltung weitgehend auszusteigen und mich einer Geschenkgesellschaft zu öffnen. Dafür bin ich sehr dankbar.


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